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November 18, 2017 
Resolutionen des XVIII. Kongresses der Internationalen Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung (IGPF) in Wien 1996

Das Resolutionskomitee bestand aus folgenden Mitgliedern:
Kennert Torlegard, Schweden, 1. Vizepräsident der IGPF, Vorsitzender
Isabelle Veillet, Frankreich
Hans-Peter Bähr, Deutschland
Keith Atkinson, Grossbritannien

Das Resolutionskomitee erhielt 51 Resolutionen in Rohform vom Council, von den Technischen Kommissionen und den Delegierten. Einige der vorgeschlagenen Resolutionen sind zusammengefasst worden: einige sind der Generalversammlung nicht unterbreitet worden, da ihre Empfehlungen bereits in den Statuten und/oder Ausführungsbestimmungen enthalten sind, was für ihre Durchführung noch stärkeres Gewicht hat als eine Resolution.


Resolution G.1: Würdigung

DER KONGRESS
stellt fest

- die Bedeutung des Kongresses für Fachleute von Photogrammetrie, Fernerkundung und räumlicher Informationstechnologie aus Bereichen von Wissenschaft, Industrie und Verwaltung;
er anerkennt
- die sorgfältige Vorbereitung und die erfolgreiche Durchführung des Kongresses;
er dankt
- der österreichischen Gesellschaft für Vermessung und Geoinformation, ihrem Präsidenten, Herrn August Hochwartner, und Kongress direktor Karl Kraus, dem Technischen Programmdirektor Peter Waldhäusl und dem Kongress komitee für die ausgezeichnete Arbeit, welche zu einem sehr erfolgreichen Kongress geführt hat.

Resolution G.2: Information und Kommunikation

DER KONGRESS
stellt fest

- die schnelle Entwicklung in der elektronischen Kommunikation und im digitalen Datentransfer
- die Würdigung des Jahresberichtes der IGPF durch Mitglieder und internationale Organisationen;
er erkennt
die grosse Bedeutung von Informationsaustausch und Kommunikation zwischen Mitgliedern, dem Council und den Kommissionen sowie zwischen unserer Gesellschaft und anderen internationalen Gremien;
er empfiehlt
task forces oder Hilfseinrichtungen zu schaffen, um das Council bei seinen Beziehungen zu anderen internationalen Organisationen zu unterstützen und um einen ``Newsletter'' der Gesellschaft sowohl in gedruckter wie in elektronischer Form zu publizieren.

Resolution G.3: Förderung der Ausbildung

DER KONGRESS
stellt fest,

dass die modernen Technologien in Photogrammetrie, Fernerkundung und räumlichen Informationssystemen Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Methoden, Verfahren und Produkte eröffnen;
er erkennt
die Notwendigkeit fortgesetzter Ausbildung;
er empfiehlt,
dass eine task force eingerichtet wird zur Förderung und Verleihung von Unterstützung, Zuschüssen und Stipendien, Tutorials, Workshops und ähnlicher Einrichtungen für die Ausbildung.

Resolution G.4: Kongress ablauf

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass die Themen der anwendungsorientierten Kommissionen, wie etwa Kommission IV, auch für die Technischen Kommissionen I, II und III attraktiv sind;
er erkennt,
- dass dies fachliche Überlappungen und Schwierigkeiten beim Aufstellen des Programms für die Kongress sitzungen zur Folge hat;
er empfiehlt,
- dass das Council diese Probleme noch einmal angeht und Schritte unternimmt, zukünftige Schwierigkeiten auszuräumen. Es wird auch empfohlen, dass der Council und die Präsidenten der Technischen Kommissionen ihre Anstrengungen verstärken, Kooperationen zwischen den Kommissionen anzuregen und versuchen, Konflikte dieser Art beim Kongressablauf zu minimieren.

Resolution I.1: Wissenschaft und Technologie

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass Wissenschaft und Technologie durch angemessene Verschmelzung theoretischer und praktischer Aspekte zusammenwachsen sollten;
er erkennt,
- dass die Verbindung von Datenerfassung und Datenanalyse wichtige Bereiche aus Mathematik, Statistik und Computer-Science verbessert hat;
er empfiehlt,
- dass Industrieprodukte und Erfahrungen im Firmen- oder Ingenieurbereich zum Anlass genommen werden, um ausgereifte Technologien aus dem Forschungsstadium in den Anwendungsbereich zu transferieren.

Resolution I.2: Bildqualitätskontrolle

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass trotz wachsender Bedeutung digitaler Bildgewinnung Luftbilder immer noch mit konventioneller photographischer Technologie erfasst werden
- dass Luftbild-Objektive, -Kameras und -Filme noch immer zu höheren Qualitätsstandards weiterentwickelt werden
- dass Verfahren zur Kalibrierung photogrammetrischer Kameras und für optische Tests noch unvollständig und schwer miteinander vergleichbar sind
- dass Spezifikationen für Luftbilder trotz steigender Internationalisierung der Bildflüge weltweit voneinander abweichen
- dass Entwicklungen photographischer Luftbildtechnologie neue Anforderungen an die Spezifikationen stellen;
er erkennt,
- dass sich im Zeitraum 1992-1996 die Forschung auf Untersuchungen von Massen für Bildqualität und deren Überarbeitung sowie den Einfluss der Bildabtastung auf die Bildqualität konzentriert hat
- dass in Finnland ein Testfeld für die Qualität von Luftbildern eingerichtet wurde
- dass automatische Systeme zur Messung und Berechnung der Modulationsübertragungsfunktion (MTF) für photographische Bilder eingeführt wurden, verbunden mit einer Reduzierung der Notwendigkeit subjektiver Beurteilung;
er empfiehlt,
- dass Forschungen über Methoden zur Validierung der Bildaufnahme wie auch der Bildqualität fortgeführt werden, sowohl für photographische als auch für digitale oder digitalisierte Bilder
- dass die Bemühungen zur Überarbeitung oder Neuformulierung der Empfehlungen und Anweisungen für routinemäss ige Kalibrierung und Tests photographischer Objektive, Kameras, Filme und Detektoren auf der Grundlage vorhandener internationaler Standards fortgesetzt werden
- dass Anstrengungen fortgeführt werden, international anerkannte Anweisungen für Luftbildaufnahme einzurichten, basierend auf internationalen Qualitätsmanagement-Standards.

Resolution I.3: Standards

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass die Entwicklung der "Empfehlungen für Kamerakalibrierung und für verwandte optische Tests" ("recommended procedures for calibrating photogrammetric cameras and for related optical tests") eine bedeutende Aktivität in Kommission I als Vorlauf zur Einrichtung internationaler optischer Standards war
- dass sich eine Reihe nationaler Normungsinstitutionen auf diese Empfehlungen bezogen haben
- dass die internationalen Normen für die Empfindlichkeit von Luftbildfilmen in Überarbeitung sind;
er erkennt,
- dass die Mitarbeit bei internationaler Normung nur nach Aufnahme formeller Verbindungen möglich ist;
er empfiehlt,
- dass die IGPF stärker als bisher in die sie interessierenden ISO-Aktivitäten eingebunden wird
- dass die IGPF den Wert des internationalen Qualitätsmanagements und der Qualitätsüberwachung für die photogrammetrische und fernerkundliche Fachwelt erfasst
- dass die IGPF um einen beigeordneten Status in CEOS nachsucht und aktiv in den sie interessierenden Untergruppen mitarbeitet
- dass die IGPF die Möglichkeit einer Beiordnung zur CIE im Hinblick auf Farbnormung erkundet.

Resolution I.4: Navigation und Sensorintegration

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass sich Weltraum-, Luft- und terrestrische Bildsensorsysteme zu notwendigen Werkzeugen für die Umweltkartierung entwickeln
- dass neue Sensortypen in die Kartierung Einzug gehalten haben
- dass Leitungs-, Navigations- und Positionierungstechniken weiterentwickelt werden sollten;
er erkennt,
- dass die Benutzung solcher Systeme nicht nur die Planung und Ausführung von Vermessung erleichtert, sondern auch einen integralen Bestandteil der sich anschliess enden Datenverarbeitung darstellt;
er empfiehlt,
- dass die Arbeit auf dem Gebiet von Plattformleitung, Navigation und Sensorintegration fortgesetzt werden möge
- dass Arbeiten über Hardwareeigenschaften und Hardwareintegration verstärkt werden
- dass enge Verbindungen zu Sensorherstellern wie auch zu geeigneten internationalen Organisationen und entsprechenden Arbeitsgruppen aufgebaut werden.

Resolution I.5: Digitale Bildsensoren

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass 3-Zeilen-CCD-Kameras Stereoskopie ermöglichen durch die Kombination von Senkrecht-, Vorwärts- und Rückwärtssicht, und auf diese Weise lange Wiederholzeiten bei der Aufnahme vermieden werden; dass sie als state-of-the-art der Entwicklung neuer satellitengetragender Bildaufnahmesysteme betrachtet werden können und auch in Flugzeugen zu Testzwecken installiert wurden
- dass digitale Flächensensoren für Luft- und Weltraumanwendungen noch selten sind, aber auf wachsendes Interesse von Praktikern und Forschern stoss en;
er erkennt,
- dass Bilder, die direkt von digitalen Flächensensoren erfass t werden, gewisse Vorteile gegenüber abgetasteten Luftbildern zeigen
- dass CCD-Sensoren und Kameras mit Auflösungen bis zu 3000 x 2000 Pixeln bereits verfügbar sind und dass Sensoren mit Auflösungen von 5120 x 5120 Pixeln und 9000 x 7000 Pixeln bei gröss eren Firmen in Entwicklung sind und in Labors getestet wurden;
er empfiehlt,
- dass die weitere Entwicklung von 3-Zeilen-CCD-Abtastern für stereoskopische Streifenbilder für Luft- und Weltraumanwendungen angeregt wird
- dass die Entwicklung von sehr gross en Flächensensoren aufmerksam verfolgt und vorangetrieben wird
- dass gross formatige digitale Flächensensoren, die bereits heute verfügbar sind, auf Luftbildanwendungen und ihr Genauigkeitspotential hin gründlich getestet werden.

Resolution I.6: Mikrowellensensoren

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass aktive Mikrowellen und SAR-Interferometrietechnologie jetzt ausgereift sind und zur Umsetzung für umfangreiche Anwendungen bereitstehen;
er erkennt,
- dass optische sowie aktive Mikrowellen-Fernerkundungstechnologien komplementär sind;
er empfiehlt,
- dass Gruppen aus beiden Bereichen zusammenarbeiten, um Vorteile aus der Kombination beider Technologien zu ziehen
- dass die Genauigkeit von SAR-Interferometrie weiter untersucht wird
- dass die Kombination von SAR-Interferometrie mit anderen Höhendaten untersucht werden sollte.

Resolution I.7: Hardcopy-Scanning

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass photogrammetrische Scanner vermehrt benutzt werden, um digitale Photogrammetrie zu ermöglichen
- dass Qualitätsnormen für Photoscanner bislang fehlen
- dass neue Arten von Multimedia Teil der GIS-Technologie werden
- dass weitere Sensorarten in Entwicklung sind;
er erkennt,
- dass die Datenqualität photogrammetrischer Scanner für Geometrie wie für Radiometrie untersucht werden muss
- dass die IGPF Arbeitsgruppe I/5 1992-96, zusammen mit der OEEPE, Testmaterial, einen Fragebogen und Testverfahren entwarf und verteilte
- dass der gemeinsame Photoscannertest der IGPF-OEEPE noch läuft
- dass weitere Sensorarten untersucht werden müssen;
er empfiehlt,
- dass der Qualitätstest für Photoscanner mit der OEEPE-Arbeitsgruppe abgeschlossen wird
- dass das Testmaterial, welches in der Arbeitsgruppe aufbereitet wurde, weitgestreut zur Verfügung gestellt wird
- dass die Bewertung von Photoscannern fortgeführt wird und dass ein Standardtestverfahren entspechend den Anforderungen der Photogrammetrie entwickelt wird
- dass weitere Untersuchungen ausgeführt werden im Hinblick auf integrierte Datenerfassung für Multimedia-GIS
- dass dieser Forschungsansatz eine neue IGPF-Arbeitsgruppe mit ähnlichen Interessen einschliess en sollte.

Resolution I.8: Vorverarbeitung, Archivierung und Verteilung von Bilddaten

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass Quantität und Qualität von empfangenen und archivierten fernerkundlichen Satellitendaten stark anwachsen
- dass diese Daten möglicherweise eine der wichtigsten Quellen für Produktion und Fortführung von Geoinformation darstellen
- dass Verarbeitung, Archivierung und Verteilungssysteme noch nicht an die Bedürfnisse aller Nutzer angepasst sind;
er erkennt,
- den Bedarf der Nutzergemeinschaft, Satellitendatenprodukte auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten zu erhalten, um Geoinformation zu erfassen und fortzuführen
- den Bedarf der Nutzergemeinschaft, Information über diese Daten, deren Bestellung und deren Erhalt zu erleichtern;
er empfiehlt,
- Fortsetzung der Arbeit über Nutzerbedarf für Verarbeitung und Verteilung von Satellitendaten für fernerkundliche und kartographische Anwendungen.

Resolution II.1: Echtzeitkartierung

DER KONGRESS
stellt fest,

- neuere Entwicklungen auf dem Gebiet mobiler Echtzeitkartierung und ihren zukünftigen Einfluss auf photogrammetrische 3D-Datenerfassung für GIS;
er erkennt,
- die Bedeutung von Konzeption und Entwicklung integrierter Kartierungssysteme in Echtzeit, Systemaspekte in Bezug auf die Verarbeitung von Sensorinformation und ihre Analyse in autonomen Fahrzeugnavigationssystemen
- die Notwendigkeit, die Rolle von Stereobetrachtung und kinematischer GPS-Technologie in integrierten Echtzeitkartierungssystemen zu untersuchen
- die Notwendigkeit weiteren Informationsaustausches zwischen Spezialisten aus Forschung und Entwicklung innerhalb dieses Gebietes;
er empfiehlt,
- dass die Aktivitäten fortgesetzt werden mit verstärkter Konzentration auf Berücksichtigung neuerer Entwicklungen bei Echtzeitkartierung, Implementation, Entwicklung von Standards für den Betrieb und für Genauigkeitsuntersuchungen dieser Systeme
- dass ein Test durchgeführt wird von kommerziell verfügbaren und in Entwicklung befindlichen Systemen und Prototypen für mobile Kartierungstechnologie.

Resolution II.2: Hardware- und Software-Aspekte von GIS

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass Fortschritte bei Rechner-Hardware und Software zur Entwicklung integrierter Geoinformationssysteme führen
- dass die Entwicklungen von Interoperabilität und offener GIS-Standards sowie die Fortschritte bei Netzwerktechnologien (z. B. Internet) zu verteilten GIS-Anwendungen führen
- dass eine neue Serie hochauflösender Fernerkundungssensoren in Entwicklung ist und diese neuen Technologien eine effiziente Integration in GIS erfordern
- dass Forschungsaktivitäten bei Umweltüberwachung und -management die Bedeutung der Kombination von Fernerkundungs-Bildanalyse mit numerischer Modellierung, 3D und zeitlichen Aspekten in integriertem GIS unterstreichen;
er erkennt,
- die Notwendigkeit, auf dem Gebiet integrierter GIS zu forschen, besonders im Hinblick auf Genauigkeitskontrolle, Austausch, Datenmodelle und Datenstrukturen, analytische Operatoren, umfassende Testverfahren, Leistungsbeschreibungen und Standards;
er empfiehlt,
- dass die Aktivitäten auf diesem Gebiet fortgesetzt werden, und zwar mit revidierter Zielrichtung auf Software und Modellierungsaspekte für GIS, um die obengenannten Veränderungen in Technologie und Forschung adequat zu berücksichtigen
- dass Anstrengungen unternommen werden, um die Entwicklungen im Bereich von Standardisierung und Interoperabilität zu übertragen und um geeignete Verfahren zu entwickleln für Datenmodellierung und -austausch, räumliches Datenbankmanagement, Qualitätskontrolle, Einordnung räumlicher Operatoren und für den Entwurf intelligenter Schnittstellen in integrierten GIS
- dass Fortschritte in GIS-Software sowie die Entwicklung von Fernerkundungssystemen zur Unterstützung räumlicher Entscheidungen beobachtet und analysiert werden
- dass neue Leistungsbeschreibungen für das gesamte Gebiet integrierter GIS-Funktionalität entwickelt werden
- dass eine enge Kooperation zwischen Geo-, Sozialwissenschaftlern und Informatikern angestoss en wird, um Themen wie Integration von 3D, zeitliche Aspekte sowie Modellierung in GIS aufzugreifen.

Resolution II.3: Technologie für grosse Mengen räumlicher Daten

DER KONGRESS
stellt fest,

- weiterhin eine Zunahme von Zahl und Vielseitigkeit fernerkundlicher Satellitenmissionen und die weitgespannte Nutzung der Daten dieser Missionen in Wissenschaft und Praxis
- dass viele Organisationen umfangreiche räumliche Daten geschaffen haben durch Automation des Kartierungsprozesses und Umwandlung analoger Daten in digitale Form, verbunden Austausch dieser Daten und ihrer Verteilung
- die Vielseitigkeit von Datenbanken, Datenbankmanagementsystemen, GIS, nationale oder Industriestandards, die derzeit zur Übertragung und Archivierung dieser Daten
- dass viele Organisationen aktiv sind, Vorschriften für die Verteilung digitaler Daten zu erlassen;
er erkennt,
- dass das Fehlen einer Standardisierung bei Datenformaten und Formatbeschreibungen die Benutzung von Datenbanken verhindert hat
- dass viele nationale Organisationen und Länder dabei sind, nationale räumliche Daten- Infrastrukturen (National Spatial Data Infrastructure (NSDI)) sowie Datenkontroll- und Verteilungsstellen zu entwickeln;
er empfiehlt,
- dass Aktivitäten fortgesetzt werden sollten, um die enge Verbindung mit nationalen und internationalen Standardisierungsorganisationen aufrechtzuerhalten und Arbeiten zur Einhaltung von Koordination zur Entwicklung von Datenaustauschstandards, Megadaten und Katalogstandards wie auch Zusammenarbeit zwischen nationalen Weltraumargenturen zu fördern
- dass Forschungsarbeiten auf folgende Gebiete konzentriert werden: Entwicklung räumlicher Datensuchsysteme, verteilte Informationssysteme für die Dateninteroperabilität sowie Technologien für das Anbieten räumlicher Daten, besonders Entwicklungen, die sich des WWW bedienen.

Resolution II.4: Systeme für die Verarbeitung von Radar-Daten

DER KONGRESS
stellt fest,

- ein weiteres Wachstum von technischen, methodischen und anwendungsbezogenen Arbeiten auf dem Gebiet von Radardatenverarbeitung und -analyse;
er erkennt,
- dass viele Photogrammeter und praktische Kartographen nur beschränkte Kenntnis von SAR-Datenverarbeitung haben und dass ein Bedarf an kontinuierlichem Austausch von Information zwischen Experten besteht, die auf diesem Gebiet arbeiten;
er empfiehlt
- verstärkte Konzentration auf die Entwicklung von Algorithmen für die Integration von SAR-Daten und anderen Daten, Bereitstellung von Information über SAR, um es für Endbenutzer besser zugänglich zu machen und Anbieten von nutzerfreundlichen SAR-Systemen und Software.

Resolution II.5: Integrierte Produktionssysteme für GIS

DER KONGRESS
stellt fest,

- verstärkte Nutzung von Daten aus einem weiten Spektrum von Sensoren, um besondere Aufgaben zu lösen und den Entwurf spezieller Systeme entsprechender Anwendungen zu bearbeiten;
er erkennt,
- die Notwendigkeit, den Entwurf solcher Systeme durch Nutzung von marktgängiger Hardware, Software und Datenaustausch- sowie Verteilungsmechanismen zu erleichtern;
- den Bedarf an fortgesetztem Informationsaustausch zwischen Spezialisten, Praktikern und Herstellern auf diesem Gebiet;
er empfiehlt,
- dass die derzeitigen Arbeiten auf dem Gebiet integrierter Geoinformations-Produktionssysteme ihr Spektrum erweitern, um Entwicklung und Test von Produktionssystemen einzubeziehen sowie um Satelliten- und Luftbilddaten zu integrieren mit dem Ziel, anwendungsbezogene Probleme auf dem Gebiet des Umweltmonitorings- und managements zu lösen.

Resolution II.6: Digitale Photogrammetrische Systeme

DER KONGRESS
stellt fest,

- eine verstärkte Aktivität bei Entwicklung von Konzepten und Algorithmen zur Automation digitaler Photogrammetrie sowie die Verfügbarkeit von Software, um automatisch und semiautomatisch photogrammetrische Produkte abzuleiten durch Nutzung digitaler photogrammetrischer Systeme (DPS), erfolgreich dokumentiert durch die Interkommissionsarbeitsgruppe II/III 1992-1996 und
- verstärkte Tendenz, Maschinensehen in photogrammetrische Systeme einzubeziehen;
er erkennt,
- dass digitale photogrammetrische Systeme (DPS) analoge und analytische Systeme mit beispielloser Schnelligkeit ersetzen
- dass , um bei der Umstellung maximale Effizienz zu erreichen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Nutzern und Herstellern auf Gebieten wie Funktionalität und Datentransfer nötig ist
- dass ein Bedarf besteht, weiterhin Visualisierungs- und Multimediatechniken sowie Mensch- Maschine-Schnittstellen beim Entwurf von DPS zu untersuchen
- die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Konzepten und Algorithmen und die Installation der sich daraus ergebenden Software in DPS, um den Anteil von Automation zu erhöhen, besonders auf dem Gebiet der Aerotriangulation und Objektextraktion
- den Bedarf für Forschung und Entwicklung bei der Integration von Photogrammetrie und Computervision mit räumlichen Datenbanken;
er empfiehlt,
- dass Arbeiten auf dem Gebiet digitaler photogrammetrischer Systeme fortgesetzt werden mit Verstärkung auf Automation und Effizienz, eingeschlossen Beurteilung, Implementierung und Test verfügbarer Konzepte und Algorithmen zur Nutzung in DPS
- dass ein Forum eingerichtet wird, um Diskussion anzuregen zwischen Nutzern und Herstellern über Nutzerprobleme und Implementierungsangelegenheiten
- dass Anstrengungen fortgesetzt werden, Photogrammetrie und Maschinensehen zu integrieren
- dass, wenn immer möglich, Zusammenarbeit erfolgt zwischen anderen Kommissionen und mit anderen regionalen oder internationalen Organisationen.

Resolution III.1: Integrierte Sensorkalibrierung und Orientierung

DER KONGRESS
stellt fest,

- eine derzeitige Nutzung und einen Trend hin zu Multisensorplattformsystemen mit Laser, multispektralen/panchromatischen Flächen- und Zeilensensoren sowie SAR
- die Verfügbarkeit wirksamer und komplementärer Technologien für Sensororientierung (GPS, INS und Bildverarbeitung);
er erkennt,
- den Bedarf an Kalibrierung einzelner Sensoren oder des gesamten Sensorsystems, um die Vorteile des Potentials von Multisensorsystemen voll zu nutzen
- den Bedarf weiterer Entwicklung globaler Konzepte für automatische Sensororientierung mit GPS, INS und Bildverarbeitungstechniken;
er empfiehlt,
- dass entsprechende Aktivitäten während der Periode 1996-2000 fortgesetzt werden in Kooperation mit Kommission I und den Schwesterorganisationen der IUSM mit Konzentration auf Multisensorsystemkalibrierung, Integration von GPS, INS und Bildverarbeitungstechniken sowie automatischer integrierter Orientierungs-Konzepte.

Resolution III.2: Theorie und Konzepte von Objekterkennung und Bildverstehen

DER KONGRESS
stellt fest,

- die Bedeutung von theoretischen/konzeptionellen Untersuchungen bei Objekterkennung und Bildverstehen;
er erkennt,
- dass trotz gröss ter Anstrengung und guten Fortschritten, die von 1992 bis 1996 erreicht wurden, erhebliche Lücken im theoretischen Bereich der Automation von Merkmalsextraktion und -Erkennung bleiben;
er empfiehlt
- verstärkte Untersuchungen von Objekterkennung und Bildverstehen, insbesondere auf den Gebieten von Modellierung und Wissens-Engineering, in enger Kooperation mit Forschern im Bereich von Computervision, künstlicher Intelligenz, Linguistik und Wissenschaft der Wahrnehmung.

Resolution III.3: Algorithmen und Werkzeuge

DER KONGRESS
stellt fest,

- verstärkte Aktivität bei Entwicklung und Anwendung neuer Algorithmen und Softwarewerkzeugen in digitaler Photogrammetrie;
er erkennt,
- die Bedeutung der Koordinierung von Algorithmen-Entwicklung mit theoretischen/konzeptionellen Untersuchungen und die Notwendigkeit, geeignete Testverfahren sowie Qualitätskontrolle und Leistungsspezifikationen zu entwickeln;
er empfiehlt,
- dass diese Aktivitäten in der Periode 1996-2000 fortgesetzt und verstärkt werden mit Konzentration auf die Leistungsbeschreibung von Algorithmen, auf Qualitätskontrolle, Testverfahren und geeignete Dokumentation in enger Kooperation mit der Computervision- Gruppe.

Resolution III.4: Konzeptionelle Aspekte von GIS

DER KONGRESS
stellt fest,

- Fortschritte bei der Nutzung von Geoinformation für räumliche Bestandsaufnahmen und räumliche Analyse;
er erkennt,
- die gröss ere Komplexität dieser Anwendungen
er empfiehlt
- die weitere Entwicklung von Konzepten sowie Theorie für räumliche Datenmodellierung und Handhabung räumlicher Daten.

Resolution III.5: Theorie und Algorithmen für SAR

DER KONGRESS
stellt fest,

- die wachsende Bedeutung von Radar mit synthetischer Apertur für Kartierung und Oberflächengenerierung sowie die Vielzahl neu verfügbarer Sensorsysteme;
er erkennt,
- den Bedarf einer streng theoretischen Basis zur Benutzung von SAR für Extraktion von 3 D-Information
- den Bedarf zur Entwicklung und Verbesserung von Algorithmen zur Verarbeitung von SAR-Daten;
er empfiehlt
- dass Theorie und Algorithmen für SAR studiert und entwickelt werden, besonders auf dem Gebiet von Interferometrie und Merkmalsextraktion.

Resolution IV.1: GIS Daten und Anwendungen

DER KONGRESS
stellt fest,

- ein gewaltiges Wachstum von GIS-Anwendungen;
er erkennt,
- den Bedarf, Schwerpunkte für verschiedene GIS Anwendungen zu schaffen;
er empfiehlt,
- dass Arbeitsgruppen zur Bearbeitung topographischer, thematischer und urbaner GIS-Anwendungen gebildet werden.

Resolution IV.2: Internationale Kartierung aus dem Weltraum

DER KONGRESS
stellt fest,

- die Steigerung internationaler Programme der Satelliten-Fernerkundung;
er erkennt,
- die Notwendigkeit, diesen Aktivitäten eng verbunden zu bleiben;
er empfiehlt
- dass neuen Satellitenprogrammen und -Sensoren verstärkte Aufmerksamkeit gewidment wird zur Behandlung globaler Angelegenheiten; die Eignung hochauflösender, hyperspektraler- und Radardaten für topographische und thematische Kartierungen sowie für GIS-Anwendungen sollte untersucht werden.

Resolution IV.3: Karten und Datenbanken - Fortführung

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass Geo-Datenbanken in digitaler Form von nationalen Kartierungs-Institutionen weltweit eingerichtet werden;
er erkennt,
- dass diese Datenbanken auf dem laufenden gehalten werden müssen;
er empfiehlt,
- dass sowohl Management als auch technische Herausforderungen in Bezug auf die Erhaltung und die Fortführung dieser Datenbanken untersucht werden sollten.

Resolution IV.4: Digitale Geländemodelle und Digitale Orthobilder

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass genaue digitale Geländemodelle (DGMs) für eine Reihe von GIS-Anwendungen und Kartierungsaufgaben nötig sind;
er erkennt,
- dass digitale photogrammetrische Methoden entwickelt werden müssen, um DGMs aus abgetasteten Luftbildern herzustellen sowie aus elektro-optischen Satellitenbildern und neuerdings aus Radar mit synthetischer Apertur (SAR);
er empfiehlt,
- dass Datenstrukturen und DGM-Formate weiterhin Berücksichtigung finden, sowie die Verwendung von DTMs für Orthobildherstellung, Geländeansichten, Kartierungen und GIS-Anwendungen in lokalen, regionalen und globalen Mass stäben.

Resolution IV.5: Kartierung extraterrestrischer Gebiete

DER KONGRESS
stellt fest,

- fortlaufende Bemühungen, die Topographie von Mars, Venus und Mond sowie anderer Planetenkörper zu kartieren;
er erkennt
- die Notwendigkeit, existierende Karten fortzuführen, neue Karten herzustellen und Techniken für die Kartierung der Planeten mit optischen, elektro-optischen und elektronischen Datenaufzeichnungen zu entwickeln;
er empfiehlt
- fortgesetzte Bemühungen, die Fortführung vorhandener Karten anzuregen und den Aufbau von Bezugspunkten, Kontrollnetzen am Boden und die Entwicklung verbesserter Kartierungstechniken zu unterstützen - mit Schwergewicht auf Nutzung von Stereo-Radar-Bildern.

Resolution IV.6: GIS und wissensbasierte Systeme für weltweite umweltbezogene Datenbanken

DER KONGRESS
stellt fest,

- das Interesse an und den Wunsch nach globalen Datenbanken verbesserter Qualität, um Kartierung, Überwachung und Modellierung natürlicher Hilfsquellen zu unterstützen;
er erkennt,
- dass Satellitenfernerkundung und GIS-Modellierung ein notwendiger und integraler Teil solcher Aktivitäten sein werden;
er empfiehlt,
- dass die Aufmerksamkeit gerichtet werde auf 1) Herstellung von Referenzinformation für Verfügbarkeit und Qualität globaler Datenbanken 2) Einrichtung von Meta-Daten
3) Entwicklung für Umweltanwendungen geeigneter Kartierungs- und Modellierungstechniken, 4) Anregung von Kooperation zwischen internationalen und nationalen Organisationen mit wohlverstandenem Interesse an Erfassung und Management natürlicher Hilfsquellen.

Resolution V.1: Entwicklung und Kalibrierung von Nahbereichs-3 D Bildsystemen

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass neue und innovative Technologien für digitale Bildaufnahmesysteme mit gross er Geschwindigkeit entwickelt werden und dass solche Systeme verstärkt verwendet werden für eine gross e Vielfalt von Mess aufgaben in Forschung und Industrie;
er erkennt,
- dass durch neue Technologien zweifelsohne verbesserte Genauigkeits- und Leistungsebenen produziert werden;
er empfiehlt,
- dass der Schwerpunkt der Entwicklung und Kalibrierung von Nahbereichssystemen unter Verwendung digitaler Bildaufnahme als hauptsächliche Komponente beibehalten wird.

Resolution V.2: Bildfolgenanalyse

DER KONGRESS
stellt fest,

- verstärkte Bedeutung von Zeitanalysen und von Lösungen mit zeitlichen Randbedingungen sowie dynamischer Szenenanalyse, insbesondere in der Nahbereichsphotogrammetrie und im Maschinensehen
- schnelle technologische Entwicklungen, besonders bei bilderzeugenden und Navigationssensoren
- die Vielseitigkeit von Systemen und Anwendungen in Robotik, Fertigungskontrolle, Medizin, autonomer Navigation, mobilen Kartiersystemen und Visualisierung zeitvariabler Daten;
er erkennt,
- die Notwendigkeit, verschiedene wissenschaftliche Aktivitäten der IGPF in einen gemeinsamen Rahmen zu bringen, welcher sonst unvollständig wäre
- die Notwendigkeit vertiefter Erforschung dieser Bereiche durch die IGPF, sowie den Bedarf photogrammetrische Kenntnisse mit Techniken anderer Disziplinen zu kombinieren, insbesondere aus dem Bereich der Computervision;
er empfiehlt
- verstärkte Forschungen auf diesen Gebieten
- dass die Forschungen sich auf die Sensoren und ihre Integration konzentrieren mögen, auf Fusion lokaler 3D-Elemente und Repräsentationen der Oberfläche, auf gemeinsame Verarbeitung von Multisensordaten und auf Systeme und Anwendungen mit besonderem Schwerpunkt auf zeitkritischen Lösungen.

Resolution V.3: Entwicklung und Anwendung photogrammetrischer Techniken in der Medizin

DER KONGRESS
stellt fest,

- die erfolgreiche Implementierung von Messungen, die auf digitalen Bildern basieren für eine Reihe medizinischer Anwendungen;
er erkennt,
- die wachsende Einbeziehung von Photogrammetern bei diesen Entwicklungen;
er empfiehlt,
- dass das Interesse an Techniken und Systemen medizinischer Anwendungen weitergehen möge
- dass die zuständige Arbeitsgruppe der IGPF einer verstärkten Verbindung zwischen Photogrammetrie und dem Bereich medizinischer Spezialisten, biomedizinischen Wissenschaftlern und Ingenieuren Priorität einräumt durch Mitwirkung an gemeinsamen Projekten, Veröffentlichungen in medizinischen Zeitschriften und durch Anregungen, geeignete Konferenzen und Zusammenkünfte zu besuchen und darüber zu berichten.

Resolution V.4: Modellierung für Visualisierung und Virtual Reality (virtuellen Welten)

DER KONGRESS
stellt fest,

- wachsende Nachfrage nach Modellierung von Objekten und ihrer Umgebung in der realen Welt sowie nach Visualisierung und virtual reality
er erkennt,
- das Potential der Nahbereichsphotogrammetrie, solche Modelle zu liefern
er empfiehlt
- Aktivitäten für automatische Nahbereichsphotogrammetrie-Systeme einzuleiten, um Modelle von Objekten und ihrer Umgebung zu extrahieren für Anwendungen bei Visualisierung und virtual reality.

Resolution V.5: Beitrag der Photogrammetrie zur Dokumentation des Weltkulturerbes

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass Fortschritte bei photogrammetrischer Bildaufnahme- und Informationstechnologie, die innerhalb des letzten Jahrzehnts gemacht wurden, die Benutzung dieser Systeme durch Forscher in einer Vielzahl naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Gebiete erleichtert hat
- dass das Weltkulturerbe bedroht ist, durch Umweltfaktoren oder anthropogene Einflüsse geschädigt oder zerstört zu werden;
er erkennt,
- dass durch die verstärkte Nutzung von preiswerten digitalen photogrammtrischen Erfassungsverfahren und durch andere räumliche Informationstechnologien die Dokumentation kultuereller Bauwerke und Anlagen beschleunigt wird;
er empfiehlt
- Regierungen, Organisationen und privaten Vereinigungen aller Länder die Nutzung digitaler photogrammetrischer Aufnahmeverfahren, um den Dokumentationsprozess zu beschleunigen
- dass Kommission V fortfährt, die IGPF-Aktivitäten Organisationen wie ICOMOS, CIPA, IFRAO und anderen darzustellen und ans Herz zu legen.

Resolution V.6: Integration photogrammetrischer Systeme mit CAD/CAM

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass zahlreiche hochentwickelte CAD/CAM-Systeme bei verschiedenen Disziplinen in Verwendung sind;
er erkennt,
- dass solche CAD/CAM Systeme dazu beitragen können, die derzeitigen photogrammetrischen Systeme zu verbessern
- dass photogrammetrische Arbeit verstärkt in CAD/CAM Umgebung ausgeführt wird;
er empfiehlt,
- dass die Entwicklung von Methoden und Systemen zur weiteren Integration photogrammetrischer Systeme mit CAD/CAM mehr Beachtung finden möge
- dass Konzepte von CAD/CAM-Modellierung weiterentwickelt werden mögen für die Benutzung modellgesteuerter photogrammetrischer Messungen.

Resolution V.7: Ermutigung von Nutzern und potentiellen Nutzern

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass in weiten Bereichen industrieller und wissenschaftlicher Praxis photogrammetrische Techniken ungenügend eingesetzt werden;
er erkennt,
- das gross e Potential, Nahbereichsphotogrammetrie in vielen Bereichen einzusetzen;
er empfiehlt,
- dass bei bereits existierenden Nutzern eine noch stärkere Einbindung angeregt werden sollte, und dass mögliche neue Nutzer gefunden und zur Anwendung von Nahbereichsphotogrammetrie angeregt werden sollten.

Resolution VI.1: Nationale Berichterstattung

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass die Ableitung eines signifikanten, aktuellen und weltweit gültigen Berufsbildes auf der Basis der Mitgliedsberichte in ihrer derzeitigen beschreibenden Form schwierig ist, weil der Inhalt von den Autoren frei zusammengestellt wird
- dass diese Zusammenstellung und das verbreitete Bild durch die IGPF-Mitgliedsberichte verbessert werden könnte dadurch, dass die Information via rechnergestützte thematische Synthese und Analyse aufbereitet wird. Dies würde weltweit einen Vergleich des Anwendungsspektrums und der verwendeten Methoden ermöglichen, zusammen mit Vergleich von Stärke, Niveau und Ausrichtung von Lehre und Training, sowie Forschung, Entwicklung und Gebieten der Zusammenarbeit;
er erkennt,
- dass nicht alle Information in den derzeitigen Mitgliedsberichten von derselben Bedeutung und Qualität sind und dass es daher wichtig wäre, einen Satz der wichtigsten Daten auszuwählen, welcher dann den Minimalinhalt eines Mitgliedsberichtes bilden könnte
- dass der zukünftige Mitgliedsbericht auf einem Fragebogen basieren könnte, geeignet für automatische Datenverarbeitung zusammen mit einem deskriptiven Teil für zusätzliche Informationen;
er empfiehlt
- Forschung fortzuführen zur Optimierung von Form und Inhalt von Mitgliedsberichten
- dass einige Information in der IGPF home page enthalten ist, während der volle Inhalt auf der home page des jeweiligen Mitgliedslandes gezeigt werden sollte
- dass Mitgliedsberichte die grundlegende Quelle für einen Bericht über den weltweiten Status unseres Berufes bilden könnten.

Resolution VI.2: Rechnergestützte Lehre

DER KONGRESS
stellt fest
- den technologischen Fortschritt von Rechnern und die Bedeutung von guter PC-Software und Datensätzen für die Lehre;
er erkennt,
- dass gute und kostengünstige bzw. freie Software und Datensätze nicht genügend entwickelt oder nicht genügend an Lehrer und Studenten verteilt sind;
er empfiehlt
- Bemühungen, Software und Datensätze weiterhin zusammenzustellen, zu entwickeln und zu verteilen. Der CATCON Software Test sollte benutzt werden, um weiterhin Entwicklung und Verteilung guter Software anzuregen.

Resolution VI.3: Sharing räumlicher Daten

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass gross e Mengen raumbezogener Daten, aufgenommen von Satelliten, Flugzeugen und von terrestrischen Plattformen gespeichert, abgerufen und verarbeitet werden, und zwar auf unterschiedliche Weise mit verschiedener Hard- und Software und dass diese Datensätze über viele Gebiete an verschiedene Ländern und Organisationen der Welt verteilt werden sollten;
er erkennt,
- die Notwendigkeit einer Politik des Sharings räumlicher Daten;
er empfiehlt
- Sharing räumlicher Daten stärker zu berücksichtigen durch Kontakte mit anderen mass gebenden Körperschaften, wie die ISO-Sektion ``Geomatics and Geo-Information''.

Resolution VI.4: Möglichkeiten des Internet

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass weltweit der Zugang zu elektronischer Kommunikation mit schnellen Schritten zunimmt und dass Technologie von Kollegen verbreitet wird, die in einem virtuellen Büro arbeiten
- dass die Ausbildung der nächsten Generation von Fachleuten auch durch Informationssharing über elektronische Kommunikation verbessert werden kann;
er erkennt,
- dass Gebühren für die Netze Nutzer davon abhalten können, sehr lange im Netz herumzusurfen, um die gewünschte Information abzurufen;
er empfiehlt
- Bemühungen, Internet-Resourcen in Photogrammetrie, Fernerkundung und räumlichen Informationssystemen zu untersuchen.

Resolution VII.1: Nutzung von Fernerkundung für physikalische Messungen und Signaturen

DER KONGRESS
stellt fest
- ein wachsendes Nutzerinteresse an der Mikrowellenfernerkundung;
er erkennt,
- die Bedeutung physikalischer Aspekte der Fernerkundung;
er empfiehlt,
- dass Radar- und andere Fernerkundungsaspekte sowie Lasertechnologie verstärkt beachtet werden.

Resolution VII.2: Überwachung von Umwelt und natürlichen Hilfskräften über SAR

DER KONGRESS
stellt fest
- die Notwendigkeit, die mögliche Nutzung von SAR-Daten für Nutzer verschiedener Anwendungsfelder zu klären;
er empfiehlt
- die Einrichtung eines Informationsnetzes für SAR Charakteristik, Datenanalysemethodik usw. (z. B. in Form einer fortgeführten Version einer WWW-Homepage)
- die Auswahl von Fallstudien für Nutzung von Daten derzeitiger Mikrowellenfernerkundungssatelliten.

Resolution VII.3: Erneuerbare Hilfsquellen

DER KONGRESS
stellt fest
- einen erhöhten Informationsbedarf über die Getreideproduktion;
er erkennt,
- die weitgefächerte Bedeutung der Fernerkundung in der Landwirtschaft;
er empfiehlt
- die Zusammenstellung von Fernerkundungsstudien für landwirtschaftliche Statistik und Erntevorhersage.

Resolution VII.4: Überwachung des terrestrischen ökosystems

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass sich fortschrittliche ökosystem-Modelle auf selbstanpassende komplexe Systeme hin bewegen, wobei sowohl objektbezogene als auch relationale Datenbanken einbezogen werden;
er erkennt,
- dass hochauflösende spektrale Daten von Flugzeug- und Satellitensensoren mit Daten von Untersuchungen aus dem Bereich der biologischen Genetik und der ökologischen Landschaft zusammengefass t werden müssen;
er empfiehlt,
- dass eine Modellierung terrestrischer ökosysteme unternommen wird, um die Integration von Fernerkundung, objektorientierter Datenbanktechnologie, generischer Netzwerksysteme, Visualisierung und Rechnersystemen zu untersuchen.

Resolution VII.5: Global Change

DER KONGRESS
stellt fest,

- dass spezielle Organisationen wie das IGBP (Internationales Geosphären-Biosphären Programm) die Global-Change-Forschung koordinieren;
er erkennt,
- die Bedeutung der Fortsetzung von Global-Change-Forschung;
er empfiehlt
- dass die IGPF nach Wegen sucht, sich mit einer Organisation zusammenzutun, welche sich auf den Bereich der Global-Change-Forschung spezialisiert hat.